IBB-Wohnungsmarktbericht 2009

Das Brandenburger Tor in Berlin

Der Berliner Wohnungsmarkt gilt aufgrund seines großen Angebots an Miet- und Eigentumswohnungen als attraktiv. Dies wird durch ein moderates Preisniveau noch verstärkt.

Der Wohnungsmarktbericht 2009 der Investitionsbank Berlin zeigt aber, dass man den Berliner Wohnungsmarkt durchaus differenziert betrachten sollte. Aufgrund der Kiez-Struktur Berlins (wir berichteten) sind Angebot, Nachfrage und Mietpreisniveau, je nach Lage, sehr unterschiedlich.

Insbesondere Wohnungen in einfachen Lagen und kleinere Wohnungen sind zur Zeit sehr gefragt. Die Preise steigen dementsprechend. Trotzdem liegt Berlin mit seinen preisgünstigen Wohnungsangeboten hinter anderen deutschen Großstädten. Bei 20 Prozent der angebotenen Wohnungen liegt die Nettokaltmiete bei unter 5 Euro/qm netto und für mehr als die Hälfte der Wohnungen bei unter 6 Euro/qm. Der Anteil der günstigen Wohnungen schwankt bei den einzelnen Bezirken zwischen 30 und 80 Prozent. Die Spanne ist also groß.

Zudem ist von 1999 bis 2008 die Bevölkerungszahl in Berlin um 45.000 gestiegen. Die Zahl der Haushalte nahm in dieser Zeit aber um 159.000 zu. Die wachsende Zunahme von Einpersonenhaushalten ist typisch für Großstädte, erhöht aber aufgrund des geringen Neubaus von jährlich zwischen 3.000 und 4.000 Wohnungen die Preise stetig. Dadurch nimmt in Berlin die Schaffung von Wohnraum in bereits bestehenden Gebäuden zu. Der größte Anteil an neuem Wohnraum entsteht aber immer noch durch den Bau von Eigenheimen.