Was lange währt, wird gut

Sanierung des Immobilienfonds Voigtstrasse 39 GbR

Sanierung der Immobilienfonds Voigtstraße 39 GbR konnte umgesetzt werden

Die im Jahr 1994 gegründete Immobilienfonds Voigtstraße 39 GbR ist ein geschlossener Immobilienfonds und besteht aus 55 Gesellschaftern mit einem Gesellschaftskapital von 4,1 Mio. Euro und einem Fremdkapital von rund 9,77 Mio. Euro.

Die im ersten Förderweg des Landes Berlin errichtete Fondsimmobilie befindet sich im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Mit Auslaufen der Grundförderung im Jahr 2011 drohte dem Fonds die Zahlungsunfähigkeit. Deshalb wurde im Jahr 2008 eine wirtschaftliche Sanierung der Fondsgesellschaft beschlossen. Diese so genannte “große Lösung” sah unter anderem die Ablösung des Aufwendungsdarlehens bei der Investitionsbank Berlin (IBB) zum heutigen Barwert vor. Nachdem die Sanierung aufgrund fehlender Gesellschafterbeiträge zu scheitern drohte, beschloss die Gesellschaft, die “kleine Lösung”, die das Aufwendungsdarlehen nicht weiter berücksichtigt, umzusetzen.

Die tatsächliche Umsetzung allerdings war ein weiter Weg. Der ursprünglich angeforderte Sanierungsbeitrag reichte nicht aus, da das Ausfallrisiko höher war als eingeschätzt. Die zahlungswilligen Gesellschafter wurden daher gebeten, einen weiteren Beitrag zu leisten, der zu einer Haftungsreduzierung von 298% auf 25% (bezogen auf das Eigenkapital) führte. Darüber hinaus konnte mit der finanzierenden Bank vereinbart werden, dass eine weitere, dritte Beitragszahlung in Höhe von zusätzlichen 25% zu einer vollständigen Enthaftung gegenüber der Erstranggläubigerin führt.

Gleichzeitig wurde für die planmäßige Rückführung des Aufwendungsdarlehens eine Stundung mit der IBB vereinbart, so dass die Bedienung des Darlehens nur noch aus den Liquiditätsüberschüssen zu erfolgen hat.

Gemeinsam mit dem Sanierungsberater und dem Beirat haben wir unermüdlich die nicht zahlungswilligen Gesellschafter versucht zu überzeugen, doch noch Zahlung zu leisten. Im Ergebnis haben die zahlungswilligen Anleger einen Sanierungsbeitrag (teilweise auch eine überproportionale Zahlung) geleistet, um den Fonds zu retten.

Dadurch konnte mit der Sanierung das ursprüngliche Haftungsrisiko derer Gesellschafter, welche sich an der Sanierung beteiligt haben, von 298% überproportional zu den geleisteten Beiträgen reduziert werden. Außerdem konnte die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft bereits im Vorfeld abgewendet werden.

Wir danken dem Sanierungsberater und dem Gesellschaftsbeirat für das unermüdliche Engagement und die kooperative Zusammenarbeit.