Wirtschaftliche Sanierung der Immobilienfonds Send 2 GbR erfolgreich
Die Fondsimmobilie besteht aus 4 Gebäuden mit insgesamt 68 Wohnungen. Die Immobilie wurde 1998 in Dallgow-Döberitz im 3. Förderweg des Landes Brandenburg errichtet.
Neben einem Eigenkapital in Höhe von 1,625 Mio. Euro hatte die Gesellschaft vor der Sanierung eine Belastung durch Fremdverschuldung in Höhe von insgesamt 6,407 Mio. Euro. Anhand einer langfristigen Liquiditätsprognose wurde bereits im Jahr 2007 deutlich, dass mit regulärer Beendigung des Generalmietverhältnisses im März 2009 die laufenden Mieteinnahmen die jährlichen Ausgaben nicht mehr decken werden. Hinzu kam das Ende der Zinsbindung eines von der ILB (Investitionsbank des Landes Brandenburg) gewährten Ergänzungsdarlehens Ende September 2007.
Unter Mitwirken eines Sanierungsberaters konnte – nach Beseitigung von verschiedenen Gewährleistungsproblematiken und einer vorzeitigen Auflösung des Generalmietvertrages – die wirtschaftliche Sanierung im September 2008 begonnen werden. Im Hinblick auf ein Haftungsrisiko der Gesellschafter von rund 394%, bezogen auf das Eigenkapital, war das oberste Ziel der Sanierung die Sicherung der Kapitaldienstfähigkeit aus den Bewirtschaftungsüberschüssen sowie das Vermeiden von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die haftenden Gesellschafter. Unter Berücksichtigung eines Ausfallrisikos durch nicht zahlende Gesellschafter wurde ein Sanierungsbeitrag für eine Sondertilgung in Höhe von 135%, bezogen auf das Eigenkapital angefordert, der von der Mehrheit der Gesellschafter entrichtet wurde.
Insgesamt ist es durch das Mitwirken vieler Gesellschafter und mit Hilfe des Sanierungsberaters gelungen, den erforderlichen Sanierungsbeitrag bereit zu stellen und somit das Haftungsrisiko der Gesellschafter von 394% auf 144% zu reduzieren. Die Fremdverschuldung pro Quadratmeter Wohnfläche konnte durch die Sondertilgung von 1.497,83 Euro auf 550,00 Euro gesenkt werden.